Hier ist ein strukturierter Fragebogen zur Einschätzung von Merkmalen von Angststörungen. Er eignet sich zur Selbstreflexion, ersetzt aber keine klinische Diagnose.
Fragebogen: Angstbezogene Symptome
Anleitung:
Bewerte jede Aussage auf einer Skala von 0 bis 4:
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0 = Trifft gar nicht zu
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1 = Trifft eher nicht zu
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2 = Teils/teils
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3 = Trifft eher zu
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4 = Trifft völlig zu
Beziehe dich auf die letzten 2–4 Wochen.
🔹 Allgemeine Angst & Sorgen
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Ich mache mir häufig über viele Dinge Sorgen.
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Es fällt mir schwer, meine Sorgen zu kontrollieren.
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Ich erwarte oft, dass etwas Schlimmes passieren könnte.
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Ich fühle mich häufig angespannt oder „auf der Hut“.
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Ich denke viel über mögliche negative Zukunftsszenarien nach.
🔹 Körperliche Symptome
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Ich habe oft Herzklopfen oder ein Engegefühl in der Brust.
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Ich schwitze, zittere oder fühle mich körperlich unruhig.
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Ich habe Magenprobleme oder Übelkeit bei Stress.
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Ich fühle mich schnell erschöpft oder angespannt.
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Ich habe Schlafprobleme durch Grübeln oder Angst.
🔹 Vermeidung & Verhalten
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Ich vermeide bestimmte Situationen aus Angst.
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Ich sage Dinge ab oder ziehe mich zurück, um Angst zu vermeiden.
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Ich brauche Sicherheit (z. B. Begleitung, Kontrolle), um mich wohler zu fühlen.
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Ich überprüfe Dinge mehrfach (z. B. Türen, Termine), um sicherzugehen.
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Angst beeinflusst meine Entscheidungen im Alltag.
🔹 Soziale Angst
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Ich habe Angst, von anderen negativ bewertet zu werden.
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Soziale Situationen machen mich nervös oder unsicher.
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Ich vermeide es, im Mittelpunkt zu stehen.
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Ich mache mir lange Gedanken darüber, was andere von mir denken.
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Ich fühle mich nach sozialen Interaktionen oft erschöpft oder angespannt.
Auswertung (Orientierung)
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0–20 Punkte: Geringe Angstsymptome
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21–40 Punkte: Leichte Ausprägung
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41–60 Punkte: Mäßige Angstsymptome
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61–80 Punkte: Deutliche Hinweise auf Angstproblematik
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81–100 Punkte: Stark ausgeprägte Angstbelastung
Wichtiger Hinweis
Angst wird dann klinisch relevant, wenn sie:
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anhaltend und schwer kontrollierbar ist
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zu Vermeidung oder Einschränkungen im Alltag führt
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mit körperlichen Symptomen oder Panik einhergeht
Zu den häufigsten Formen zählen:
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Generalisierte Angststörung
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Soziale Angststörung
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Panikstörung
Eine fundierte Abklärung sollte immer durch Fachpersonal erfolgen.