Hier ist ein strukturierter Fragebogen zur Einschätzung von Merkmalen von Angststörungen. Er eignet sich zur Selbstreflexion, ersetzt aber keine klinische Diagnose.


Fragebogen: Angstbezogene Symptome

Anleitung:
Bewerte jede Aussage auf einer Skala von 0 bis 4:

  • 0 = Trifft gar nicht zu

  • 1 = Trifft eher nicht zu

  • 2 = Teils/teils

  • 3 = Trifft eher zu

  • 4 = Trifft völlig zu

Beziehe dich auf die letzten 2–4 Wochen.


🔹 Allgemeine Angst & Sorgen

  1. Ich mache mir häufig über viele Dinge Sorgen.

  2. Es fällt mir schwer, meine Sorgen zu kontrollieren.

  3. Ich erwarte oft, dass etwas Schlimmes passieren könnte.

  4. Ich fühle mich häufig angespannt oder „auf der Hut“.

  5. Ich denke viel über mögliche negative Zukunftsszenarien nach.


🔹 Körperliche Symptome

  1. Ich habe oft Herzklopfen oder ein Engegefühl in der Brust.

  2. Ich schwitze, zittere oder fühle mich körperlich unruhig.

  3. Ich habe Magenprobleme oder Übelkeit bei Stress.

  4. Ich fühle mich schnell erschöpft oder angespannt.

  5. Ich habe Schlafprobleme durch Grübeln oder Angst.


🔹 Vermeidung & Verhalten

  1. Ich vermeide bestimmte Situationen aus Angst.

  2. Ich sage Dinge ab oder ziehe mich zurück, um Angst zu vermeiden.

  3. Ich brauche Sicherheit (z. B. Begleitung, Kontrolle), um mich wohler zu fühlen.

  4. Ich überprüfe Dinge mehrfach (z. B. Türen, Termine), um sicherzugehen.

  5. Angst beeinflusst meine Entscheidungen im Alltag.


🔹 Soziale Angst

  1. Ich habe Angst, von anderen negativ bewertet zu werden.

  2. Soziale Situationen machen mich nervös oder unsicher.

  3. Ich vermeide es, im Mittelpunkt zu stehen.

  4. Ich mache mir lange Gedanken darüber, was andere von mir denken.

  5. Ich fühle mich nach sozialen Interaktionen oft erschöpft oder angespannt.


Auswertung (Orientierung)

  • 0–20 Punkte: Geringe Angstsymptome

  • 21–40 Punkte: Leichte Ausprägung

  • 41–60 Punkte: Mäßige Angstsymptome

  • 61–80 Punkte: Deutliche Hinweise auf Angstproblematik

  • 81–100 Punkte: Stark ausgeprägte Angstbelastung


Wichtiger Hinweis

Angst wird dann klinisch relevant, wenn sie:

  • anhaltend und schwer kontrollierbar ist

  • zu Vermeidung oder Einschränkungen im Alltag führt

  • mit körperlichen Symptomen oder Panik einhergeht

Zu den häufigsten Formen zählen:

  • Generalisierte Angststörung

  • Soziale Angststörung

  • Panikstörung

Eine fundierte Abklärung sollte immer durch Fachpersonal erfolgen.


 

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