Hier ist ein strukturierter Fragebogen zur Einschätzung von Merkmalen einer Hypomanie im Rahmen von Bipolare Störung. Er dient nur zur Orientierung und Selbstreflexion, nicht zur Diagnose.
Fragebogen: Hypomanische Symptome
Anleitung:
Bitte bewerte jede Aussage auf einer Skala von 0 bis 4:
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0 = Trifft gar nicht zu
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1 = Trifft eher nicht zu
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2 = Teils/teils
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3 = Trifft eher zu
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4 = Trifft völlig zu
Beziehe dich dabei auf eine Phase von mindestens mehreren Tagen, in der du dich deutlich anders als sonst gefühlt hast.
🔹 Stimmung & Energie
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Ich war ungewöhnlich gut gelaunt oder euphorisch.
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Ich hatte deutlich mehr Energie als sonst.
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Ich fühlte mich besonders selbstbewusst oder überlegen.
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Ich war weniger müde und brauchte weniger Schlaf.
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Meine Stimmung war gereizt oder schnell wechselnd.
🔹 Aktivität & Verhalten
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Ich war deutlich aktiver oder produktiver als sonst.
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Ich begann viele neue Projekte gleichzeitig.
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Ich sprach mehr oder schneller als üblich.
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Ich fühlte einen starken Drang, ständig beschäftigt zu sein.
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Ich suchte vermehrt soziale Kontakte oder Gespräche.
🔹 Denken & Wahrnehmung
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Meine Gedanken rasten oder sprangen schnell von Thema zu Thema.
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Ich hatte besonders viele Ideen oder kreative Einfälle.
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Ich ließ mich leicht ablenken.
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Ich hatte das Gefühl, besonders leistungsfähig zu sein.
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Ich überschätzte meine Fähigkeiten oder Möglichkeiten.
🔹 Risikoverhalten
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Ich traf impulsive Entscheidungen (z. B. Geld ausgeben, spontane Pläne).
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Ich ging mehr Risiken ein als üblich.
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Ich handelte, ohne über Konsequenzen nachzudenken.
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Ich zeigte ein gesteigertes Bedürfnis nach Spaß oder Belohnung.
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Andere wiesen mich darauf hin, dass mein Verhalten ungewöhnlich war.
Auswertung (Orientierung, keine Diagnose!)
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0–20 Punkte: Keine oder kaum hypomanische Merkmale
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21–40 Punkte: Leichte Ausprägung
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41–60 Punkte: Mäßige Hinweise auf Hypomanie
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61–80 Punkte: Deutliche hypomanische Symptome
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81–100 Punkte: Stark ausgeprägte Tendenzen
Wichtiger Hinweis
Hypomanie ist durch eine anhaltend gehobene oder gereizte Stimmung plus gesteigerte Aktivität gekennzeichnet, die mindestens mehrere Tage anhält und sich klar vom normalen Verhalten unterscheidet.
Für eine sichere Abklärung sollte immer eine Fachperson (Psycholog:in / Psychiater:in) einbezogen werden—besonders wenn:
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starke Stimmungsschwankungen auftreten
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riskantes Verhalten zunimmt
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sich depressive Phasen abwechseln