Hier ist ein strukturierter Fragebogen zur Einschätzung von Merkmalen der Posttraumatische Belastungsstörung. Er dient zur Selbstreflexion und ersetzt keine klinische Diagnostik.
Fragebogen: PTBS-Symptome
Anleitung:
Bewerte jede Aussage auf einer Skala von 0 bis 4:
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0 = Trifft gar nicht zu
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1 = Trifft eher nicht zu
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2 = Teils/teils
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3 = Trifft eher zu
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4 = Trifft völlig zu
Beziehe dich auf die letzten 4 Wochen und auf ein belastendes Ereignis.
🔹 Wiedererleben (Intrusionen)
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Ich habe belastende Erinnerungen an ein traumatisches Ereignis.
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Ich erlebe Flashbacks, als würde das Ereignis erneut passieren.
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Ich habe Albträume im Zusammenhang mit dem Ereignis.
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Bestimmte Reize lösen intensive Erinnerungen aus (Gerüche, Orte etc.).
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Ich reagiere emotional oder körperlich stark auf Erinnerungen daran.
🔹 Vermeidung
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Ich vermeide Gedanken oder Gefühle, die mit dem Ereignis zu tun haben.
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Ich meide Orte, Menschen oder Situationen, die mich daran erinnern.
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Ich lenke mich bewusst ab, um nicht daran denken zu müssen.
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Es fällt mir schwer, über das Ereignis zu sprechen.
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Ich ziehe mich zurück, um Konfrontation zu vermeiden.
🔹 Negative Veränderungen (Denken & Stimmung)
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Ich habe negative Gedanken über mich selbst oder die Welt entwickelt.
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Ich fühle mich emotional abgestumpft oder leer.
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Ich habe Schwierigkeiten, positive Gefühle zu empfinden.
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Ich fühle mich von anderen Menschen entfremdet.
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Ich empfinde Schuld oder Scham im Zusammenhang mit dem Ereignis.
🔹 Übererregung (Hyperarousal)
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Ich bin leicht reizbar oder schnell wütend.
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Ich bin ständig wachsam oder „auf der Hut“.
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Ich erschrecke leicht (z. B. bei plötzlichen Geräuschen).
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Ich habe Konzentrationsprobleme.
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Ich habe Schlafprobleme (Ein- oder Durchschlafen).
Auswertung (Orientierung)
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0–20 Punkte: Kaum PTBS-Symptome
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21–40 Punkte: Leichte Belastung
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41–60 Punkte: Mäßige Symptomatik
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61–80 Punkte: Deutliche Hinweise auf PTBS
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81–100 Punkte: Stark ausgeprägte Symptomatik
Wichtiger Hinweis
Für eine mögliche Posttraumatische Belastungsstörung ist entscheidend:
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ein tatsächlich erlebtes oder beobachtetes Trauma
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Symptome aus mehreren Bereichen (Wiedererleben, Vermeidung, Übererregung etc.)
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Dauer über mehrere Wochen
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deutliche Einschränkung im Alltag
Wenn du dich in vielen Punkten wiedererkennst oder stark belastet bist, ist es sinnvoll, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen (z. B. Psychotherapie).